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"Annette Messager. Comme si"
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Annette Messager. Comme si
Expositie

Van 11 May to 21 augustus 2022

Annette Messager

Als ob
Annette Messager Een entreeticket kopen

Als unumgängliche Figur der internationalen Künstlerszene und Preisträgerin des renommierten Praemium Imperiale 2016 betraut Annette Messager das französische Kunstmuseum LaM mit einer der größten Ausstellungen, die seit ihrer Retrospektive im Musée National d’Art Moderne/ Centre Pompidou 2007 von einer öffentlichen französischen Einrichtung organisiert wurde. Für dieses neue Event, das im Rahmen der neuen Ausgabe von lille3000, Utopia präsentiert wird, hat die Künstlerin entschieden, bisher nicht veröffentlichte Werke – Zeichnungen und Installationen – auszustellen, mit denen sie eine Utopie vorschlägt: die Täuschung und Verspottung der Realität dank der Magie der Fiktion.

Öffnungszeiten:
11.05 > 21.08.2022

von Dienstag bis Sonntag
von 10 bis 18 Uhr

Preise*:
Voller Preis: 10 €
Reduzierter Preis**: 7 €

*Ohne Bearbeitungsgebühren
**Bei Vorlage eines Belegs, der nicht älter als 3 Monate und/oder gültig ist.

Être une artiste signifie guérir continuellement ses propres blessures, et en même temps les exposer sans cesse.

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Annette Messager

Annette Messager

Tête-à-tête

Seit Ende der 1960er Jahre konstruiert die 1943 in Berck-sur-Mer (Pas-de-Calais) geborene Annette Messager ein persönliches Universum, in dem sie multiple Identitäten annimmt – Sammlerin, Trickserin, Praktische Frau… – die ihr ermöglichen, nicht ohne Humor mit den Klischees, die traditionellerweise mit ihrer doppelten Stellung als Frau und Künstlerin einhergehen, aufzuräumen. Als Erschafferin von Traumbildern, Liebhaberin von Wortspielen und Traumhausiererin gefällt es ihr, ihr Publikum zu verunsichern, indem sie es in eine Welt des Karnevals und der Märchen eintauchen lässt, in der vertraute Elemente (Alltagsgegenstände, Plüschtiere, Kleidungsstücke, Fotografien des menschlichen Körpers…) ihre sonderbare Seite enthüllen.

Die speziell von der Künstlerin erdachte Ausstellung bietet ein gutes Umfeld für die Zeichnung, eine Technik, die ihr ermöglicht, eine Sprache zu erschaffen, die den Haikus, diesen synthetischen und bildhaften japanischen Kurzgedichten ähnlich ist, die von einem zugleich flüchtigen und tiefgehenden Gefühl zeugen. Unter den präsentierten, bisher unveröffentlichten Werken sind sechsundsiebzig neue Acryltinte-Zeichnungen der Serie Tête-à-tête, die tragikomische Variationen rund um den Schädel ebenso wie viele Eitelkeiten anbieten.

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"Annette Messager. Comme si"
Annette Messager, L'Utérus doigt d'honneur, 2021. Objets divers, tissus et peinture acrylique ; 72 x 77 x 10 cm. Courtesy de l'artiste et Marian Goodman Gallery. © Adagp, Paris, 2022
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"Annette Messager. Comme si"
Dessin de la série Tête à Tête, 2019-2020. Acrylique sur papier ; 42 × 32 cm. Courtesy de l'artiste et Marian Goodman Gallery. © Adagp, Paris, 2022
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"Faire des cartes de France" d'Annette Messager
Annette Messager, Faire des cartes de France, 2000. Morceaux de peluches, cordes, fils et pointes ; 420 x 385 cm. Acquisition en 2006 avec la participation du FRAM. LaM, Villeneuve d'Ascq. © Adagp, Paris, 2022
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"Ghost" d'Annette Messager
Annette Messager, Ghost, 2017. Filet, fil de fer, tissu peluche, matériaux divers ; 153 x 180 x 12 cm. Courtesy de l'artiste et Marian Goodman Gallery. © Adagp, Paris, 2022
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"Annette Messager. Comme si"
Annette Messager, Lune-cheveux, 2016. Cheveux synthétiques, fil de fer ; 100 × 90 × 20 cm. Courtesy de l'artiste et Marian Goodman Gallery. © Adagp, Paris, 2022
Zeichnungen und Installationen

Die allgegenwärtige Zeichnung findet sich auch innerhalb der neuesten Installationen wieder, wo sie auf dem Boden ausgelegt oder an den Wänden befestigt sind und mit anderen, älteren Werken wie dem im Jahr 2000 geschaffenen, bildhaften Werk des LaM Faire des cartes de France, das 2006 vom Museum erstanden und kürzlich durch den Kauf von einundzwanzig Zeichnungen vervollständigt wurde, in Bezug gesetzt werden.

Zu den für die Ausstellung erdachten oder überarbeiteten Werken gehören das Werk Dessus-Dessous, Wellen aus rotem Stoff, die über leuchtenden Figuren wogen, welches den Vorschlag für den französischen Pavillon auf der Biennale in Venedig 2005 wieder aufnimmt (für den Annette Messager den Goldenen Löwen erhalten hatte); La revanche des animaux, eine zusammengesetzte Installation, in der Plüschtierköpfe die Überreste einer Ruinenstadt krönen; Pulsions, ein Kamasutra, das Schildkröten, Giraffen und Elefanten in Szene setzt… oder Requiem pour Jeanne, eine Hommage an Jeanne d’Arc, die die Künstlerin als eine der prägendsten Figuren des Feminismus betrachtet, die durch die Kraft ihres Glaubens den Tod herausforderte.

Mit dieser neuen Ausstellung ist jede und jeder eingeladen, sich seine/ihre eigene persönliche Geschichte durch die Fiktion und das Schaffen wieder zu eigen zu machen und sich bewusst zu werden, dass wir trotz unserer Erscheinung alle Masken tragen und so tun, als ob…

 

Leitung

Marie-Amélie Senot, Konservierungsbeauftragte für Moderne und Zeitgenössische Kunst

 

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